Die ehrwürdige Evangelische Stadtkirche erstrahlt in neuem Glanz!

Sechs Jahre haben Handwerker, Restauratoren, Architekten, Kirchenvorstand, für Kirchenbauten Verantwortliche der Landeskirche und des Landesdenkmalsamts intensiv Hand in Hand daran gearbeitet, nicht nur Schäden an der Kirche zu reparieren, sondern auch ihr Bestes getan, um die Schönheit unserer Kirche wieder ins rechte Licht zu setzen.
Wo immer es möglich war, haben wir Handwerker aus der Region mit den Arbeiten beauftragt. Das hat sich bewährt! Die Zimmerleute von der Firma Baulust um Stephan Seidel haben  schwierigste Ausbesserungsarbeiten am Dachstuhl bewältigt, ihrer Aufmerksamkeit entging nicht der kleinste Schaden an den uralten Balken. Mit viel Liebe fürs Detail und großem Können haben sie dafür gesorgt, dass wir wieder sicher unter dem Kirchendach sitzen können. Die Firma Roelle ist seit Generationen mit dem Kirchendach vertraut, die Brüder Roelle wussten genau, wie sie dessen Neueindeckung anzupacken hatten.

Maximilian Promny ist bei allem, was er in der Kirche tut, die Liebe zu alten Steinen anzumerken. Behutsamer kann man einen Altar oder steinerne Epitaphien nicht versetzen. Bei Hermann Weyrich sind die regulären Malerarbeiten in besten Händen gewesen. Aber auch da, wo wir Fachleute von außerhalb suchen mussten, weil es bei uns z. B. keine Kirchenmaler gibt, haben wir großes Glück gehabt. Jörg Held von der Firma Steuernagel & Lampert aus Groß-Bieberau mit seiner Mannschaft hat keine Mühe und Recherchen gescheut, um herauszufinden, wie die Gewölbe oder die Malerei um die Chorfenster wohl ursprünglich ausgesehen haben, um sie dann behutsam zu restaurieren. Das Ergebnis ist überzeugend. Was die Restauratorin Christiane Kunz-Weiß bei dem Fresko des Heiligen Martin in mühevollster Feinarbeit geleistet hat, ist ebenfalls bewundernswert. Eine ganz diffizile Aufgabe war die Restaurierung der drei Epitaphien aus dem 17. Jahrhundert. Die Restauratoren Matthias Steyer und Thomas Sieverding haben uns während ihrer Arbeiten zusätzlich die Augen für viele Details geöffnet, die vorher kaum jemand wahrgenommen hatte.

Für all das hatten wir eine ganz große Unterstützung in Angela Gotthardt von der Regionalverwaltung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Ihr Fachwissen als Architektin und ihre nie nachlassende Bereitschaft, über jedes Detail der Arbeiten mit den Mitgliedern des Bauausschusses, den Handwerkern und Architekten zu diskutieren und dann Wege für die Umsetzung immer wieder neuer Ideen zu suchen, war ganz entscheidend für das, was wir erreicht haben.
Hinter dem bürokratischen Begriff „Bauausschuss“ stecken natürlich Menschen, Mitglieder, auch ehemalige, des Kirchenvorstandes, die in den sechs Jahren ständig die Arbeiten begleitet haben. Edina Silber-Bonz und Hermann Weyrich waren bei den wöchentlichen Baustellenterminen - und wann immer es nötig war - anwesend, um jedes Detail zu diskutieren, andere Kirchenvorstandmitglieder kamen immer wieder dazu. Die Architekten Claus Giel und Stephan Kummer hätten es sicher leichter gehabt mit einer Kirchengemeinde, die sich nicht ständig einmischt. Aber mit großer Geduld waren sie bereit, viele Anregungen in ihre kompetenten Planungen einzubeziehen. Ihr Fachwissen als Architektin und ihre nie nachlassende Bereitschaft, über jedes Detail der Arbeiten mit den Mitgliedern des Bauausschusses, den Handwerkern und Architekten zu diskutieren und dann Wege für die Umsetzung immer wieder neuer Ideen zu suchen, war ganz entscheidend für das, was wir erreicht haben.

Selbstverständlich haben wir auch ständig das Gespräch mit den Gemeindegliedern gesucht. Am intensivsten bei unseren Kirchenfesten. Die beteiligten Handwerker haben bei Erläuterungen der einzelnen Bauabschnitte ganz viele Fragen beantwortet. Auch bei Gesprächen mit Besuchern der Kirche wurden Anregungen dankbar aufgenommen, wie z. B. bei der Diskussion um Kirchenbänke oder Stühle. Wir haben uns dann dafür entschieden, unsere alten Stühle zu restaurieren, farblich anzupassen und komfortabler zu polstern, u. a. auch weil wir den Eindruck hatten, dass die Gemeinde das so bevorzugt.
Jetzt, da alles oder fast alles fertig ist, möchte ich allen an dieser großen Aufgabe Beteiligten im Namen des Kirchenvorstandes nochmals ganz herzlich für ihr großes Engagement, danken, auch denen, die hier nicht namentlich erwähnt sind.
Ein besonderer Dank an alle Spenderinnen und Spender, die uns bei der Finanzierung dieses großen Projekts so großzügig geholfen haben - und bitte noch eine Weile weiterhelfen, es sind noch nicht alle Rechnungen bezahlt! Ohne diese jahrelange Spendenbereitschaft hätten wir uns wohl auf die allernötigsten Reparaturen beschränken müssen und das wäre doch sehr schade gewesen.

Jost Mager

Full BG Kirche Michelstadt