20. Sonntag nach Trinitatis - Dreifaltigkeitsfest

Es ist dir gesagt, Mensch,
was gut ist und was der HERR von dir fordert:
nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben
und demütig sein vor deinem Gott.

Micha 6, 8

 

 

 

 

 

 

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Der neue Kirchenvorstand

wurde am 5. September in einem festlichen Gottesdienst
von Pfarrerin Dr. Anneke Peereboom und Pfarrer Frank Seeger eingeführt

Im Bild hinten von links:
Liesel Kleinsteuber, Martina Koch, Dr. Michael Trumpfheller,
Volker Backöfer, Hermann Weyrich.

Vorne von links: Bernhard Knierriem, Christel Heck, Jan Heidrich.
Nicht auf dem Foto: Daniel Pfeifer. 

 



Gemeindebrief September bis November

 

 

 

 


Pfarrerin Dr. Anneke Peereboom

wurde in einem Festgottesdienst
am 29. August in unserer Stadtkirche eingeführt
und mit ihrer Familie herzlich begrüßt.

Einen ausführlichen Pressebericht
von Berhard Bergmann finden Sie hier.

 

 

EInführungspredigt von Dr. Anneke Peereboom

Erntedank-Predigt von Pfarrerin Dr. Anneke Peereboom

 

 

 

 

Kirchendach-Reparaturen

Nach mehreren kleinen Sturmschäden am Stadtkirchen-Dach wurde nun der Einsatz
einer LKW-Teleskop-Arbeitsbühne mit 75 Meter Reichweite notwendig.
Gott sei Dank übernimmt unsere Versicherung die Kosten.

 

 

 

 

 

Zum Glück

Es gibt sie auch in schweren Zeiten: Glücksmomente. Ein alter Freund ruft nach Jahren wieder an, um zum runden Geburtstag zu gratulieren. Der wunderschöne Abendhimmel. Ein fremder Mensch lächelt uns sympathisch zu. Solche beglückenden Augenblicke kommen meist unangemeldet. Ja, sie können unsere Routine sogar „stören“. Da sind wir vielleicht gerade mit einer Problemlösung beschäftigt und werden vom Glück kalt erwischt. Aber der Glücksmoment wartet nicht, lässt sich nicht auf unserer Prioritäten-Liste einordnen. Jetzt oder vorbei. Wenn das Glück bei uns aufkreuzt und unsere Pläne durchkreuzt, dann gilt es einfach da zu sein und sich zu öffnen für´s Wesentliche.

Verschwenden wir keine Zeit, darüber nachzudenken, was wir davon im Hamsterrad wohl alles schon verpasst haben. Vergegenwärtigen wir uns lieber, was uns an Glücksmomenten alles schon erreicht hat. Dazu braucht es vor allem „lange Weile“, wie es der Mystiker Meister Eckhart nannte. Wenn wir mal wieder in einer Schlange warten müssen und uns langweilen: Was für ein Glück. Dann nicht gleich zum Handy greifen, sondern innehalten und uns an einen glücklichen Moment erinnern. Oder wenn wir nachts nicht einschlafen können: statt Schäfchen zählen, lieber Glückserlebnisse schürfen, spüren und darin schwelgen.

Aus vielen Glücksmomenten entsteht so in unserem Bewusstsein eine Glückssträhne. Haben wir einige solcher Strähnen in uns entdeckt, kann daraus ein Netz gewoben werden. Dazu braucht es jedoch noch die Querstränge der Dankbarkeit. Es kann einem schon mal quer gehen, anderen Menschen zu danken. Doch hier ist Dank nicht als moralische Pflichtübung gemeint, sondern Dankbarkeit von Herzen.
Stellen wir uns nur einmal vor, wie viele Menschen jeden Tag für uns da sind: Wenn es etwa an der Haustür klingelt und der Zusteller uns ein Paket bringt. Oder wenn die Verkäuferin uns gut beraten hat. Dann „Danke“ zu sagen verbindet und macht eine Begegnung beglückend.

Dankbarkeit und Glück verstärken einander, wie ein Netz, das uns auffangen kann, wenn ein Drahtseilakt misslingt. An dieser Stelle meldet sich der Bedenkenträger in mir und erinnert mich daran, dass unser Leben nur zum kleinsten Teil aus Glück und Dankbarkeit besteht. Zugestanden: Ein Netz existiert vor allem aus Zwischenräumen. Aber es sind die dünnen verwobenen Stränge die uns halten. Die meiste Zeit unseres Lebens verbringen wir mit Alltagsaufgaben oder Problemen, mit allerlei Wichtigkeiten und Nichtigkeiten. Doch auch wenn sie in unserem Leben nicht viel Raum einnehmen: Es sind letztlich die wenigen wesentlichen Dinge, die uns tragen.

Um uns in so manchen Fällen auffangen zu können, bedarf unser „Dankbarkeits-Glücks-Netz“ noch einer festen Verankerung: der in Gott - im Glauben an einen Gott, der es bedingungslos gut mit uns meint, auch wenn es nicht immer so erscheint. Der Beter des 107. Psalms spricht aus solch einem Gottesglauben: „Danket dem Herrn, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich.“
Dahinter steht seine Erfahrung, dass Angst und Not früher schon einmal im Glauben überwunden wurden und darum auch grundsätzlich gemeistert werden können. Unsere Herausforderungen sind zeitlich, Gottes Güte ewig. Darum hat nicht die Angst das letzte Wort, sondern der Dank; nicht die Not, sondern die Güte bleibt. In unseren Glücksmomenten blitzt diese Güte Gottes auf. Nehmen wir sie wahr, verknüpfen sie mit Dankbarkeit und teilen sie mit anderen Menschen. Dann haben wir noch einmal Glück gehabt!

                            Ihr Pfarrer Frank Seeger

 

 


Seines Glückes Schmied

 "Jeder ist seines Glückes Schmied."
Aber dass wir schmieden und
das, was wir schmieden,
ist ein Geschenk
des Himmels.

Frank Seeger

 

 

 

 

 

 

 

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